Mittwoch, 25. Juni 2008
Ein Tag mit Andy und "Paul"

Andy das Geburtstagskind

Winfried Glatzeder alias "Paul"
Andy, mein Neffe, hatte am 15. Juni Geburtstag; da er zu diesem Zeitpunkt aber mit den Kumpels auf Mallorca war,wurde mit der ganzen Familie am Sonntag, den 22.06.08 nachgefeiert.
Wir trafen uns um 10:00 Uhr zum Brunch im "Esquina" im tiefsten Prenzlauer Berg, Dunckerstraße - Ecke Danziger Straße. Ich war zuvor noch ein bisschen durch die Straßen im Viertel gelaufen. Einmal wollte ich noch ein paar Blümchen für das Geburtstagskind kaufen, was mir in der Schönhauser Allee auch gelang, und zweitens schaue ich mich gern immer noch ein wenig um.
Es hat sich nicht viel in diesem Teil des Bezirkes Prenzlauer Berg verändert, außer dass es mehr Gaststätten gibt. Vieles sieht noch ganz schön herunter gekommen aus, und am Helmholtzplatz saßen schon um 09:00 Uhr ca. 8 Alkoholiker auf der Parkbank beim Bierchen. Einigen schwankenden Gestalten war ich auch schon bei meiner Suche nach einem Blumenladen begegnet.
Nicht weit entfernt auf der anderen Seite der Danziger Straße liegt der Kollwitzplatz, der einst das Zentrum der Intellektuellen, Künstler und Lebenskünstler der ehemaligen DDR war. Die Gebäude hier waren meist nur notdürftig saniert und entsprechend heruntergekommen. Oft wurden sie noch mit einem Kohleofen beheizt. Dafür bildete sich hier jedoch eine quirlige Sub-Kultur, von der der Kollwitzplatz auch heute noch zehrt. Äußerlich hat er sich jedoch enorm gewandelt. Investoren haben den Platz für sich entdeckt und die Gebäude aufwändig und durchaus geschmackvoll saniert. Künstler, Intellektuelle oder Menschen, die ganz einfach aus der Norm fallen, wird man hier heute allerdings vergeblich suchen - dafür umso mehr "Neu-Berliner" und "Zugezogene aus dem Westen", die sich selbst für Vertreter eben dieser Gruppen halten und sich im einstigen Glanz des Kollwitzplatzes sonnen.
Nicht weit entfernt auf der anderen Seite der Danziger Straße liegt der Kollwitzplatz, der einst das Zentrum der Intellektuellen, Künstler und Lebenskünstler der ehemaligen DDR war. Die Gebäude hier waren meist nur notdürftig saniert und entsprechend heruntergekommen. Oft wurden sie noch mit einem Kohleofen beheizt. Dafür bildete sich hier jedoch eine quirlige Sub-Kultur, von der der Kollwitzplatz auch heute noch zehrt. Äußerlich hat er sich jedoch enorm gewandelt. Investoren haben den Platz für sich entdeckt und die Gebäude aufwändig und durchaus geschmackvoll saniert. Künstler, Intellektuelle oder Menschen, die ganz einfach aus der Norm fallen, wird man hier heute allerdings vergeblich suchen - dafür umso mehr "Neu-Berliner" und "Zugezogene aus dem Westen", die sich selbst für Vertreter eben dieser Gruppen halten und sich im einstigen Glanz des Kollwitzplatzes sonnen.
Das "Esquina" ist ein Cafe, Restaurant und Cocktailbar. Das Brunchbuffet war ansprechend, und es war für jeden etwas dabei.
Wir konnten bei herrlichem Wetter, unter einer Markise geschützt, draußen sitzen. Der kleine Sohn von Andy war quirlig wie immer, und da sich die Gartenstühle etwas schräg nach hinten neigten, hatte er Schwierigkeiten an seinen Kirschsaft heran zu kommen. Es dauerte also keine fünf Minuten und der Kirschsaft floss den Tisch runter und auch auf mein helles Leinenkleid.
Nach dem ersten Schreck tat das aber dem Feiern keinen Abbruch, und es war ein vergnüglicher Vormittag.
Ich bin dann noch Richtung Stadtmitte gefahren, wo auf dem Bebelplatz das Berliner Bücherfest stattfand. Zahlreiche Verlage präsentierten ihre Bücher und Autoren, und einige davon lasen in eigens dafür aufgebauten Zelten auch aus ihren Werken.
So war auch Winfried Glatzeder da, um aus seiner Autobiografie "Paul und ich", das der Aufbau Verlag herausgebracht hat, zu lesen. Am Stand des Verlages signierte er auch ein halbes Stündchen seine Bücher.
So war auch Winfried Glatzeder da, um aus seiner Autobiografie "Paul und ich", das der Aufbau Verlag herausgebracht hat, zu lesen. Am Stand des Verlages signierte er auch ein halbes Stündchen seine Bücher.
Natürlich habe ich ihn mit meiner Kamera fotografiert, und da er so nett war, konnte ich nicht anders und habe seine Biografie erstanden.
Angelica Domröses "Ich fang mich selbst ein" habe ich als Hörbuch, von ihr selbst gelesen, schon als sehr interessant empfunden. Nun bin ich gespannt, wie mir "Paul und ich" mit Widmung -Für Monika herzliche Grüße Ihr "Paul"- gefallen wird. Ich bin sehr gespannt, denn es ist ja auch die Zeit in der ich groß geworden bin!
Vor mir am Stand war eine Frau, die mit Winfried Glatzeder in eine Klasse gegangen war. Sie bekam ihre Widmung "in Erinnerung an die gemeinsame schreckliche Schulzeit".
Habe dann noch ein paar Fotos von der Gegend um den Bebelplatz gemacht, auch von der Staatsoper(http://picasaweb.google.de/monikamaerz1947). Hier schockiert mich, dass man den wunderschönen Paulicksaal angeblich wegen des Klangs, durch einen modernen Saal ersetzen will. Daniel Barenboim hat ja nun schon Intendanz und Geschäftsführung vergrault, es geht ihm scheinbar immer nur um ein Maximum für seine eigenen Ambitionen, sprich für das Orchester.
Vielleicht sollte er mal über Tradition und das Empfinden der Zuschauer nachdenken, die immer wieder von der Schönheit der Architektur beeindruckt sind und daher auch mit etwas weniger Sichtwinkel und Akustik zufrieden sind.
Der Tonmeister, Albrecht Krieger, sagte der Berliner Zeitung, dass man auch aus dem alten Saal noch mehr an Akustik rausholen könnte und dass der neu geplante Saal nicht automatisch eine wirklich verbesserte Klangfülle verspricht.
Man sollte in der Staatsoper das erneuern, was zwingend notwendig ist, aber nicht in jedem Fall der "Götterdämmerung" Barenboims folgen.
Ansonsten Fussball ist diesmal auch ganz schön spannend! Das Spiel Deutschland gegen Portugal war Klasse, und Niederlande gegen Russland hat Freude gemacht beim Zusehen der noch jungen russischen Mannschaft.
Mal sehen was heute passiert?
Klara
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