Samstag, 12. April 2008

 

Journalismus in Deutschland

Im Spiegel 12/2008 hat sich Alexander Osang, der selbst jahrelang für die Berliner Zeitung gearbeitet hat, mit den verheerenden Problemen in der Zeitung beschäftigt. Klar wurde, dass der Redaktionsausschuss glaubt, dass der Verleger, Herr Montgomery, die Zeitung ausbluten lässt, weil es der Mecom-Gruppe nicht gerade gut geht.
Herr Depenbrock, der zugleich Chefredakteur und Geschäftsführer ist, muss im Geiste Montgomerys mehr auf die Zahlen schauen als auf guten Journalismus. Viele Redakteure haben deshalb schon das Haus verlassen und ihm scheint es auch egal, wer gerade geht. Osang schreibt: "Irgendwann sitzt Depenbrock allein hier. Einer, der alles macht, weil es so am Günstisten ist."
Er rumort in der Zeitung und so kam es just gerade zur rechten Zeit, dass Herr Leinkauf "enttarnt" wurde.
Nun habe ich heute in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel gefunden, der sehr lesenswert ist http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/90/168602/, weil er sich mit dem Journalismus nach dem 2. Weltkrieg beschäftigt.
Wie heißt es doch so schön: " Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe!"
Es gibt keinen wirklich freien Journalismus, denn ansonsten würde der Artikel von Herrn Leinkauf über Hubertus Knabe nicht zu der fieberhaften Suche und Enttarnung der Stasiverstrickung der beiden Journalisten der Berliner Zeitung nach fast 20 Jahren geführt haben.
Alles passiert zur rechten Zeit. Ist das nicht sehr merkwürdig?
Die Berliner Zeitung hat einen guten Ruf und ist die größte Abonnenten-Zeitung in der Hauptstadt. Montgomery braucht Geld für seine Aktionäre und Herr Knabe möchte auch noch ein paar Jahre Beschäftigung haben, was liegt da näher als eine Zeitung in den "freien Fall" zu befördern.
Ich wünsche den Redakteuren viel Kraft das zu verhindern!
Klara

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