Dienstag, 26. Mai 2009
Ist Obama ein Messias?
Inzwischen hat Obama seine 100 Tage Amtszeit hinter sich und bei vielen Entscheidungen fragt man sich, ob er einiges aus den Augen verloren hat, was er im Wahlkampf verkündet hat. Ich habe nie geglaubt, dass er all die Erwartungen, die Millionen von Menschen mit seinem Namen verknüpfen, erfüllen kann. Ich bin jedoch nach wie vor der Meinung, dass er einen Neuanfang gemacht hat und dass es sehr schwer ist, im gesamtpolitischen Gefüge von Machtgerangel auf politische Vernunft umzuschalten.
Auch Obama kann nicht bedingungslos seine Meinung umsetzen. Er muss neben seinem Intellekt auch eine bestimmte Diplomatie anwenden, um schrittweise zu Erfolgen zu kommen.
Der Zeit-Redakteur Jan Ross hat sich mit der Obama-Politik auseinandergesetzt und ich denke, dass er Recht hat, dass der Welt nur die Hoffnung auf die "Renaissance der Vernunft" bleibt, wenn es etwas besser auf unserem Erdball werden soll (http://www.zeit.de/2009/17/Obama-Anstoesse). Aber es wird ein langer und harter Weg werden und ich glaube, dass insbesondere die Politiker in Deutschland noch nicht begriffen haben, was sich gegenwärtig abspielt.
Die Krise ist global und die Vernetzung zeigt sich nicht nur bei Opel. Man hat meines Erachtens in einigen Unternehmen zu lange weg geschaut(ich erinnere nur an Volkswagen) und vor allen Dingen nicht die globale Entwicklung beobachtet.
Es ist nicht schön, wenn Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen müssen. Niemand weiß das besser als ich. Aber dass z.B. Karstadt Probleme bekommen musste, wurde schnell klar, wenn man die Mitarbeiter z.B. bei Karstadt in Steglitz oder am Herrmannplatz mal beobachtet hat und weiß, wie rückwärtsgewandt der Betriebsrat des KadeWe argumentiert. Die Arbeitswelt in Deutschland wird sich globalen Erfordernissen anpassen müssen.
Klara
Labels: Politik
Monopolbildung
Seit kurzem lese ich "Die Zeit" und ich bin begeistert! In der letzten Ausgabe war im Magazin, das wöchentlich beiliegt, eine Kolumne von Harald Martenstein(http://www.zeit.de/2009/22/Martenstein-22), und ich muss sagen: "Besser kann man "die Monopolbildung" nicht erläutern."
Vor allen Dingen fand ich das Beispiel genial, dass Martenstein gewählt hat. Nicht ganz kann ich jedoch Martenstein (http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Martenstein) folgen, wenn er Antikapitalismus als etwas beschreibt, das gleichbedeutend mit Anhalten der Zeit ist und dann Faschismus, Sozialismus und Islamismus in einen Topf wirft.
Das ist ein bisschen zu einfach! Aber lest selbst!
Klara
Vor allen Dingen fand ich das Beispiel genial, dass Martenstein gewählt hat. Nicht ganz kann ich jedoch Martenstein (http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Martenstein) folgen, wenn er Antikapitalismus als etwas beschreibt, das gleichbedeutend mit Anhalten der Zeit ist und dann Faschismus, Sozialismus und Islamismus in einen Topf wirft.
Das ist ein bisschen zu einfach! Aber lest selbst!
Klara
Labels: Politik
Samstag, 25. April 2009
Zeit
Je älter man wird, desto öfter denkt man darüber nach wieviel Zeit man noch hat, um all das zu tun, was man schon lange tun wollte. Schnell stellt man fest, dass vieles ein Wunschtraum bleiben wird, denn bei einigen Dingen macht die Gesundheit oder der Geldbeutel nicht mehr mit, denn das Eintreten ins Rentenalter ist ja, weil meist betriebsbedingt vorgezogen, infolge vorangegangener Arbeitslosigkeit, mit Rentenabschlägen verbunden. Also fallen in der Regel große Reisen weg.
Dennoch bin ich nicht traurig oder depressiv. Gerade jetzt im Frühjahr genieße ich es, mich aufs Fahrrad zu schwingen und die Natur zu genießen. Für eine Einkehr bei "Mutter Fourage"(http://www.mutter-fourage.de/index.php), um einen Latte Macchiato zu trinken, reicht das Geld immer noch und was gibt es Schöneres, als in der warmen Frühlingssonne zu sitzen, zu Lesen und auf die zahlreichen Pflanzen im Hofgarten zu schauen.
Ich bin ja vor 5 Jahren aus dem Stadtbezirk Friedrichshain hier nach Nikolassee gezogen und ich bin nach wie vor glücklich über diese Entscheidung. Man ist nach wenigen Schritten in der Natur und der nostalgische Charme des alten Westberlins hier in Zehlendorf und Wannsee hat was.
Ich fühle mich sehr wohl hier und es kommt mir so vor, als sei ich schon immer hier gewesen. Natürlich weiß ich, dass meine Lebenseinstellungen nicht immer mit den Haltungen der Menschen in dieser Gegend übereinstimmen. Aber ich komme mit vielen Menschen in Kontakt und momentan merke ich, dass sich durch die gegenwärtige Krise und Unfähigkeit der Politiker sie zu analysieren und Vernünftiges zu tun, vieles angleicht.
Neulich war ich sehr erstaunt über eine fast 83 Jahre alte Dame, die über die Volksabstimmung zum Religions- und Ethikunterricht sagte: "Ich halte Ethikunterricht für besser und geeigneter, weil mir Ethik übergreifender gedacht scheint!"
Ich habe nicht schlecht gestaunt, denn die ältere Dame ist nicht Atheistin wie ich, sondern evangelisch gebunden, aber auch mit 83 ist ihr Geist wach und sie weiß, dass Religion nicht alle errreichen kann. Na mal sehen, wie das morgen ausgeht. Wichtig ist für mich jedoch, dass, wenn es beim Ethikunterricht bleibt, ein qualitativer Sprung vollzogen werden muss, Lehrer die erforderliche Weiterbildung erhalten, um einen niveauvollen Unterricht zu gestalten.
Ansonsten verfolge ich gespannt, was in Amerika passiert. Mich freut, dass die USA und Russland wieder übers Abrüsten reden und Obama auch klar auf die Zweistaatenregelung im Blick auf Israel und Palästina setzt.
Natürlich muss er sich bei einigen Fragen konträr verhalten, z.B. bei der Frage der Bestrafung der Schuldigen für die Guantanamo-Foltermethoden. Ich denke, dass er hier darauf setzt, dass andere richten werden, der Druck durch andere ihn zum Handeln zwingt.
Mit der amerikanischen Wirtschaft wird Obama noch lange zu tun haben. Ich lese momentan die Autobiografie von Lee Iacocca (http://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Iacocca), dem ehemaligen Präsidenten von Ford, der dort von Henry Ford II gefeuert wurde und dann zu Chrysler wechselte. Er schreibt bereits 1984 u.a.: "Wir müssen das Haushaltsdefizit und unsere Wirtschaftsprobleme bekämpfen, bevor sie uns völlig über den Kopf wachsen. Natürlich muss man zu unpopulären Maßnahmen bereit sein, wenn es darum geht, große Probleme zu lösen."
Iacocca war auch im Gespräch für die Präsidentschaftskandidatur, fühlte sich aber nicht als Politiker berufen, aber er meinte: "Die Amerikaner scheinen sich nach einem Steuermann umzusehen, der zugleich den Haushalt sanieren und dem Land den Glauben an seine Aufgabe wiedergeben kann. Die Menschen sehnen sich danach geführt zu werden. Eines Tages werden wir jemanden finden, der echte Führungsqualitäten besitzt." Obama scheint dieser Steuermann zu sein.
Wir bräuchten auch einen neuen Steuermann, aber mir scheint weder Land in Sicht noch ein Kapitän mit einer Handbreit Wasser unterm Kiel.
Monika
Labels: Politik
Montag, 2. Februar 2009
Neujahr
Seit September 2008 habe ich nicht mehr geschrieben. Irgendwie hatte ich nicht die richtige Stimmung.
Der Verlust meines langjährigen Lebenspartners hat mich doch ziemlich aus der Bahn geworfen. War es anfangs mehr ein Schockgefühl und die Einsicht, dass das Leben weitergehen muss, so ist mir erst, nachdem sich sein Todestag am 16.11.2008 jährte,so richtig klar geworden, wie sehr er mir fehlt. Das Leben ist einsamer geworden. Ich kann mit niemandem so gut über alles reden, wie ich es mit ihm konnte.
Er hat es kaum für möglich gehalten, dass Obama (http://www.focus.de/politik/ausland/tid-13370/us-praesidenten-obama-will-zum-zweiten-lincoln-werden_aid_370111.html) in den USA Präsident werden kann. Ich habe fest daran geglaubt! Wie gern hätte ich mich jetzt über den Wandel in den Vereinigten Staaten mit ihm unterhalten. Endlich ein intelligenter, gebildeter Mann an der Spitze dieser Nation, die das nun auch bitter nötig hat nach 2 Amtsperioden Bush.
Mir gefällt an Obama insbesondere, dass er auf Dialog setzt, und ich hoffe, dass er auch in Hinsicht auf Afghanistan noch zu einem anderen Entschluss kommt. Er wird nicht alles lösen können, was in der Welt Schreckliches passiert, aber es ist schon gut, wenn man darauf hoffen kann, das jemand erst einmal zuhört und sach- und fachkundige Leute in seine Entscheidungsfindung einbezieht, bevor er handelt. Obama ist meines Erachtens ein Glücksgriff für die gesamte Menschheit.
Ich hoffe, dass dadurch auch die Rüstungsbestrebungen sowohl von Amerikanischer als auch Russischer Seite überdacht und neu verhandelt werden.
Das schwierige Thema Israel/Gaza-Streifen muss endlich gelöst werden, denn keine Lösung heißt immer wieder neue Kriege und neue Tote sowohl für Israelis als für Araber.
Sehr froh bin ich momentan, dass ich Atheist bin, denn was im Vatikan los ist, stinkt zum Himmel. Ausgerechnet ein Deutscher Pabst nimmt einen Holocaust-Leugner wieder in seine Reihen auf. Wenn der Pabst das alles nicht gewusst haben soll, wie schlimm sieht es dann in diesem Vatikan-Staat aus?
Dazu passt die kirchengesteuerte Pro-Reli (http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/religionsunterricht-ist-glaubenssache/) Diskussion. Nun soll es ein Volksentscheid richten. Ich halte es einfach für absurd, dass die Schule Religion vermitteln soll. Viele Vertreter dieser Pro-Reli Kampagne meinen, dass der Ethikunterricht, nicht das leisten kann, was der Religionsunterricht erreichen könnte. Das ist ja meines Erachtens auch nicht geplant. Es geht ja im Ethikunterricht nicht um Glauben an sich, sondern um Vermittlung von Werten. Werten die für Christen, Muslime, Juden und Atheisten gleich sein sollten. Ich muss da immer an mein Abitur denken. Ich musste mich im mündlichen Abitur mit "Nathan der Weise" von Lessing auseinandersetzen. Ich hatte einen Blackout und mir fiel damals nicht der Begriff "Weltanschauung" für Religion oder Glaube ein.
Geht es doch im Ethikunterricht um gerade die Vermittlung von Weltanschaung im Sinne Nathans, der in seiner Ringparabel gerade deutlich macht, dass weder der christliche, noch der jüdische, noch der mohamedanische Glaube der richtige sei, so versuchen die Pro-Reli Befürworter die Glaubenslehre unter Staatsfittiche zu nehmen. Menschenliebe, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Erziehung, die Anerkennung kultureller Werte aller Menschen darum muss es im Ethikunterricht gehen. Woran ein Mensch glaubt, dass muss seine Privatsache bleiben und das gehört nicht in die Schule und gehört auch nicht staatlich gefördert (hier ein paar Meinungen aus einem Mädchenblog - http://maedchenblog.blogsport.de/2009/01/16/achtung-da-kommt-was-auf-uns-zu/ und von einem evangelischen Pfarrer - http://brightsblog.wordpress.com/2009/01/31/pro-reli-pro-privileg/).
Der Verlust meines langjährigen Lebenspartners hat mich doch ziemlich aus der Bahn geworfen. War es anfangs mehr ein Schockgefühl und die Einsicht, dass das Leben weitergehen muss, so ist mir erst, nachdem sich sein Todestag am 16.11.2008 jährte,so richtig klar geworden, wie sehr er mir fehlt. Das Leben ist einsamer geworden. Ich kann mit niemandem so gut über alles reden, wie ich es mit ihm konnte.
Er hat es kaum für möglich gehalten, dass Obama (http://www.focus.de/politik/ausland/tid-13370/us-praesidenten-obama-will-zum-zweiten-lincoln-werden_aid_370111.html) in den USA Präsident werden kann. Ich habe fest daran geglaubt! Wie gern hätte ich mich jetzt über den Wandel in den Vereinigten Staaten mit ihm unterhalten. Endlich ein intelligenter, gebildeter Mann an der Spitze dieser Nation, die das nun auch bitter nötig hat nach 2 Amtsperioden Bush.
Mir gefällt an Obama insbesondere, dass er auf Dialog setzt, und ich hoffe, dass er auch in Hinsicht auf Afghanistan noch zu einem anderen Entschluss kommt. Er wird nicht alles lösen können, was in der Welt Schreckliches passiert, aber es ist schon gut, wenn man darauf hoffen kann, das jemand erst einmal zuhört und sach- und fachkundige Leute in seine Entscheidungsfindung einbezieht, bevor er handelt. Obama ist meines Erachtens ein Glücksgriff für die gesamte Menschheit.
Ich hoffe, dass dadurch auch die Rüstungsbestrebungen sowohl von Amerikanischer als auch Russischer Seite überdacht und neu verhandelt werden.
Das schwierige Thema Israel/Gaza-Streifen muss endlich gelöst werden, denn keine Lösung heißt immer wieder neue Kriege und neue Tote sowohl für Israelis als für Araber.
Sehr froh bin ich momentan, dass ich Atheist bin, denn was im Vatikan los ist, stinkt zum Himmel. Ausgerechnet ein Deutscher Pabst nimmt einen Holocaust-Leugner wieder in seine Reihen auf. Wenn der Pabst das alles nicht gewusst haben soll, wie schlimm sieht es dann in diesem Vatikan-Staat aus?
Dazu passt die kirchengesteuerte Pro-Reli (http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/religionsunterricht-ist-glaubenssache/) Diskussion. Nun soll es ein Volksentscheid richten. Ich halte es einfach für absurd, dass die Schule Religion vermitteln soll. Viele Vertreter dieser Pro-Reli Kampagne meinen, dass der Ethikunterricht, nicht das leisten kann, was der Religionsunterricht erreichen könnte. Das ist ja meines Erachtens auch nicht geplant. Es geht ja im Ethikunterricht nicht um Glauben an sich, sondern um Vermittlung von Werten. Werten die für Christen, Muslime, Juden und Atheisten gleich sein sollten. Ich muss da immer an mein Abitur denken. Ich musste mich im mündlichen Abitur mit "Nathan der Weise" von Lessing auseinandersetzen. Ich hatte einen Blackout und mir fiel damals nicht der Begriff "Weltanschauung" für Religion oder Glaube ein.
Geht es doch im Ethikunterricht um gerade die Vermittlung von Weltanschaung im Sinne Nathans, der in seiner Ringparabel gerade deutlich macht, dass weder der christliche, noch der jüdische, noch der mohamedanische Glaube der richtige sei, so versuchen die Pro-Reli Befürworter die Glaubenslehre unter Staatsfittiche zu nehmen. Menschenliebe, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Erziehung, die Anerkennung kultureller Werte aller Menschen darum muss es im Ethikunterricht gehen. Woran ein Mensch glaubt, dass muss seine Privatsache bleiben und das gehört nicht in die Schule und gehört auch nicht staatlich gefördert (hier ein paar Meinungen aus einem Mädchenblog - http://maedchenblog.blogsport.de/2009/01/16/achtung-da-kommt-was-auf-uns-zu/ und von einem evangelischen Pfarrer - http://brightsblog.wordpress.com/2009/01/31/pro-reli-pro-privileg/).
Klara
Labels: Politik
Montag, 21. April 2008
Zug der Erinnerung
Die Sonne strahlt zwar heute und dennoch fröstelt man bei dem Gedanken, dass auch von diesem Bahnhof, unweit der vielen hochherrschaftlichen Villen, Kinder nach Auschwitz deportiert wurden. Kinder, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten, die Spielen und Lachen wollten.
Da ich ja hier nun in einem sehr geschichtsträchtigen Teil Berlins, in Berlin-Nikolassee wohne, auch unweit des Hauses der Wannseekonferenz, der Villa in der 1942 die Deportation und Ermordung der Juden durch die Nazis beschlossen wurde, war es für mich einfach ein Muss, sich hier zu erinnern.
Viele, viele Menschen hatten, wie ich, den selben Weg, und es bildete sich eine lange Schlange vor dem Zug. Ich habe über eine Stunde auf dem Bahnhof angestanden. Viele der älteren Wartenden sprachen über ihre persönlichen Erinnerungen, über Briefe ihrer Eltern oder Großeltern aus denen sie teilweise Erfahrungen aufgenommen hatten. Manche kannten Überlebende persönlich. Aus allen Worten, die ich am Rande aufschnappte, sprach jedoch die Unfassbarkeit der grausamen Geschehnisse in der Hitlerzeit.
Es waren auch viele Schulklassen mit ihren Lehrern gekommen, und engagierte Begleiter des Zuges der Erinnerung erzählten den Schülern aus dieser Zeit und von den Deportationen. Ich glaube jedoch, dass die Jugendlichen kaum noch zu erreichen sind. Die Mehrzahl von ihnen sind durch den Zug gerast, ohne auch nur eine Zeile zu lesen oder Notiz von den Bildern oder Aussagen an den Schautafeln zu nehmen.
Ich kenne auch genug Leute, die meinen, dass genug über diese Zeit geredet sei, man selber ja nicht schuldig sei, weil ja viel später geboren und dass ja irgendwann damit Schluss sein muss.
Es geht hier aber für mich, und vermutlich auch für die vielen Menschen, die hier mit mir warteten, nicht um Schuld, sondern um ein Erinnern, ein Nichtvergessen. Ich fühle mich auch nicht schuldig, aber immer wieder aufs Neue betroffen.
Ich war mit meinem Sohn, als er so zwischen 14 und 16 Jahre alt war, auf dem Ettersberg bei Weimar, um mir das KZ Buchenwald anzusehen. Ob es heute noch viele Eltern gibt, die gemeinsam mit ihren Kindern vielleicht den Zug der Erinnerung ansehen, weiß ich nicht, aber es wäre bestimmt gut.
Fassungslos ist man auch darüber, dass viele der Beamten, die in Nazideutschlands Ministerien saßen und ihre Unterschriften unter die Sammeltransporte setzten, auch nach dem Kriege hohe Posten bei der Deutschen Bahn inne hatten.
Ich gehöre zu einer Generation, die Gott sei Dank keinen Krieg erleben musste, und dafür bin ich dankbar.
Ich hoffe, dass auch die künftigen Generationen es schaffen, und sei es nur durch Erinnern, dass nie wieder Kinder beim Spielen und Lachen gestört werden.
Klara
Labels: Politik
Dienstag, 4. März 2008
Alt wie ein Baum
Heute war in der Berliner Zeitung ein Artikel von Regine Sylvester über eine Hundertjährige, Rosl Persson. Das Bild in der Mitte des Textes zeigt eine Frau mit wachem Blick. Die alten Hände sind vom Leben gezeichnet.
Das war seit langem mal wieder ein Beitrag, der dazu zwingt, die eigene Sicht auf die vielen Unzulänglichkeiten des Lebens zu relativieren.
Rosl wohnt in Berlin Neukölln, also in einem der schlimmsten Bezirke Berlins. Sie wohnt in der 5. Etage eines Hauses am Weigandufer, ohne Fahrstuhl, und sie kann diese Treppen auch noch mit ihren hundert Jahren erklimmen. Sie hat’s im Blut, denn noch mit 86 Jahren ist sie auf einen “Viertausender” geklettert, schreibt Regine Sylvester. Auch schreibt sie: “Wer Rosl Persson besucht kann etwas über das Glück lernen.”
Frau Person ist körperlich und geistig fit. Als Rente erhält sie die Grundsicherung, aber sie sagt: “Geldmangel habe ich nie gespürt. Meine Ansprüche waren nicht derart. Ich habe immer mehr auf meinen Körper geachtet als auf Kleider.”
Sie war oft verliebt und vertritt eine erstaunlich sexuelle Offenheit für ihre Generation. “Aber weil ich gesehen habe, wie viele Arbeiterfrauen bei Abtreibungen das Leben verloren, weil ich das ganze Elend erlebte, ließ ich mir ein Verhütungsmittel einsetzen”, so äußert sich Rosl. Mehr kann man in der Online-Ausgabe der Berliner Zeitung
Das war seit langem mal wieder ein Beitrag, der dazu zwingt, die eigene Sicht auf die vielen Unzulänglichkeiten des Lebens zu relativieren.
Rosl wohnt in Berlin Neukölln, also in einem der schlimmsten Bezirke Berlins. Sie wohnt in der 5. Etage eines Hauses am Weigandufer, ohne Fahrstuhl, und sie kann diese Treppen auch noch mit ihren hundert Jahren erklimmen. Sie hat’s im Blut, denn noch mit 86 Jahren ist sie auf einen “Viertausender” geklettert, schreibt Regine Sylvester. Auch schreibt sie: “Wer Rosl Persson besucht kann etwas über das Glück lernen.”
Frau Person ist körperlich und geistig fit. Als Rente erhält sie die Grundsicherung, aber sie sagt: “Geldmangel habe ich nie gespürt. Meine Ansprüche waren nicht derart. Ich habe immer mehr auf meinen Körper geachtet als auf Kleider.”
Sie war oft verliebt und vertritt eine erstaunlich sexuelle Offenheit für ihre Generation. “Aber weil ich gesehen habe, wie viele Arbeiterfrauen bei Abtreibungen das Leben verloren, weil ich das ganze Elend erlebte, ließ ich mir ein Verhütungsmittel einsetzen”, so äußert sich Rosl. Mehr kann man in der Online-Ausgabe der Berliner Zeitung
lesen.
Mir fällt da ein, Dr. Wolfgang Böhmer, der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, sollte sich vielleicht mal mit einer Hundertjährigen unterhalten, damit er solche Fettnäpfe und irrigen Ansichten, dass die Abtreibungsgesetzgebung in der DDR Ursache für die häufigen Kindstötungen im Osten Deutschlands sein könnten, künftig vermeidet.
Auch empfehlenswert für Herrn Böhmer ist der Roman “Gottes Werk und Teufels Beitrag” von John Irving. Hier besonders bemerkenswert, dass ein Mann einen Roman über das heikle Thema der Abtreibungen schreibt und das in Amerika.
Dem Buch vorangestellt ist ein Zitat von Charlotte Bronte aus dem Jahre 1847:
“Festhalten am Herkömmlichen ist nicht sittliches Verhalten. Selbstgerechtigkeit ist nicht Frömmigkeit. Ersteres schmähen heißt nicht letztere anfechten.”
Ich selbst bin Gott sei Dank nie in diese Situation gekommen, aber ich weiß, dass einige meiner Klassenkameradinnen, bevor 1972 das Abtreibungsgesetz beschlossen wurde, illegale Abtreibungen gemacht haben, die sie unter Umständen mit ihrem Leben bezahlt hätten oder mit dem Risiko, nie wieder Kinder zu bekommen.
Das Abtreibungsgesetz diente auch nicht einem leichtfertigen Umgang mit ungeborenem Leben oder war Mittel der Familienplanung, denn in der DDR gab es ja dann auch mit Einführung der Pille die Schwangerschaftsverhütung umsonst. Eine Abtreibung ist immer ein schwerwiegender Eingriff in das Leben der Frau und auch immer eine moralische Hürde. Mir ist keine Frau bekannt, die eine Abtreibung als Sonntagsspaziergang abgetan hätte.
Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Kindern hat immer auch etwas mit dem Bildungsstand der Mütter und Väter zu tun, mit ihrem sozialen Umfeld. Kindermorde oder Gewalttaten gegen Kinder passieren meist in den Unterschichten, dort also wo Bildungsnotstand und Armut herrscht.
Die Gesellschaft tut nichts dazu, um das zu verändern, sondern im Gegenteil. Herr Böhmer sollte sich mal ansehen, wie die Unterschichten, mit ein paar Euro gelockt, ihr ganzes Leben vor dem Bildschirm präsentieren. Da werden Familienduelle ausgetragen, Schwangerschaftstests öffentlich ausgewertet und das Sexualleben ausgebreitet. Vielleicht bringen die Fernsehmacher demnächst eine Show mit dem Titel “Ich bin schwanger, wohin nun mit dem Kind?”
In einer Gesellschaft in der tagtäglich die Unsicherheit wächst, in einem Land wo fast jeden Tag Busfahrer angegriffen werden, Menschen wegen nichts oder wegen ihrer Hautfarbe geschlagen oder umgebracht werden, man auf dem Weg zur S- oder U-Bahn an Drogendealern oder Junkies vorbei muss, da kann es schon möglich sein, dass die verzweifelte arbeitslose Schwangere, die keinen Ansprechpartner mehr findet, nicht mehr weiß, was sie tut, wenn sie ihr Baby tötet.
Klara
Mir fällt da ein, Dr. Wolfgang Böhmer, der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, sollte sich vielleicht mal mit einer Hundertjährigen unterhalten, damit er solche Fettnäpfe und irrigen Ansichten, dass die Abtreibungsgesetzgebung in der DDR Ursache für die häufigen Kindstötungen im Osten Deutschlands sein könnten, künftig vermeidet.
Auch empfehlenswert für Herrn Böhmer ist der Roman “Gottes Werk und Teufels Beitrag” von John Irving. Hier besonders bemerkenswert, dass ein Mann einen Roman über das heikle Thema der Abtreibungen schreibt und das in Amerika.
Dem Buch vorangestellt ist ein Zitat von Charlotte Bronte aus dem Jahre 1847:
“Festhalten am Herkömmlichen ist nicht sittliches Verhalten. Selbstgerechtigkeit ist nicht Frömmigkeit. Ersteres schmähen heißt nicht letztere anfechten.”
Ich selbst bin Gott sei Dank nie in diese Situation gekommen, aber ich weiß, dass einige meiner Klassenkameradinnen, bevor 1972 das Abtreibungsgesetz beschlossen wurde, illegale Abtreibungen gemacht haben, die sie unter Umständen mit ihrem Leben bezahlt hätten oder mit dem Risiko, nie wieder Kinder zu bekommen.
Das Abtreibungsgesetz diente auch nicht einem leichtfertigen Umgang mit ungeborenem Leben oder war Mittel der Familienplanung, denn in der DDR gab es ja dann auch mit Einführung der Pille die Schwangerschaftsverhütung umsonst. Eine Abtreibung ist immer ein schwerwiegender Eingriff in das Leben der Frau und auch immer eine moralische Hürde. Mir ist keine Frau bekannt, die eine Abtreibung als Sonntagsspaziergang abgetan hätte.
Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Kindern hat immer auch etwas mit dem Bildungsstand der Mütter und Väter zu tun, mit ihrem sozialen Umfeld. Kindermorde oder Gewalttaten gegen Kinder passieren meist in den Unterschichten, dort also wo Bildungsnotstand und Armut herrscht.
Die Gesellschaft tut nichts dazu, um das zu verändern, sondern im Gegenteil. Herr Böhmer sollte sich mal ansehen, wie die Unterschichten, mit ein paar Euro gelockt, ihr ganzes Leben vor dem Bildschirm präsentieren. Da werden Familienduelle ausgetragen, Schwangerschaftstests öffentlich ausgewertet und das Sexualleben ausgebreitet. Vielleicht bringen die Fernsehmacher demnächst eine Show mit dem Titel “Ich bin schwanger, wohin nun mit dem Kind?”
In einer Gesellschaft in der tagtäglich die Unsicherheit wächst, in einem Land wo fast jeden Tag Busfahrer angegriffen werden, Menschen wegen nichts oder wegen ihrer Hautfarbe geschlagen oder umgebracht werden, man auf dem Weg zur S- oder U-Bahn an Drogendealern oder Junkies vorbei muss, da kann es schon möglich sein, dass die verzweifelte arbeitslose Schwangere, die keinen Ansprechpartner mehr findet, nicht mehr weiß, was sie tut, wenn sie ihr Baby tötet.
Klara
Labels: Politik
Mittwoch, 13. Februar 2008
Spiegel im Blickpunkt
Es ist schon sensationell, wenn im neuesten “Spiegel”, dem ersten ohne Stefan Aust, Henryk M. Broder über “Deutschland sucht den Superstar” als Quintessens schreibt: “Wenn Kurt Beck Bundeskanzler werden möchte, kann man es dann dem 24-jährigen Politologiestudenten Oliver verübeln, dass er von einer Karriere als Superstar träumt? Er sang den patinierten Bohlenhit “You can win if you want”, fiel durch und war glücklich.
Broder verteidigt Bohlen, dem man heuchlerisch Zynismus vorwirft, der aber nur den Massengeschmack bedient und ausspricht, was jeder denkt, wenn er Talentlosigkeit auch als solche bezeichnet.
Wer zu Bohlen geht, weiß doch, was ihn dort erwartet und RTL tut doch nur das, was andere Sender auch tun, nämlich das neudeutsch so genannte “Prekariat” zu bedienen, nach dem Motto “Jeder hat eine Chance”.
Wer Hartz IV Empfänger ist und selbst gescheitert ist beim Kampf auf dem Arbeitsmarkt, aber eine Tochter oder einen Sohn hat, die glauben, sich bei “Deutschland sucht den Superstar” vorstellen zu müssen, der ergreift unter Umständen diese einmalige Chance, wie Broder sie bezeichnet: “entsprechend der Maxime von Herbert Achternbusch: “Du hast keine Chance, aber nutze sie.””
Nichts anderes passiert tagtäglich in vielen Sendungen im deutschen Fernsehen, sei es in Talkshows bei Vera, Ollie oder Britt mit Titeln wie “Ich bin schwanger, bist Du der Vater?” oder “Du lügst doch, dass sich die Balken biegen!”. Die Ärmsten der Armen legen alle Hemmschwellen ab und entblößen sich selbst, aber sie entblößen auch die Gesellschaft, die daran verdient, aber gleichzeitig so tut, als ginge es ihr wirklich darum, Bildungsnotstand zu bekämpfen.
Broder nennt “DSDS” “Survival of the fittest”. Dieses Prinzip wird in der Industrie genauso angewandt wie bei RTL. Ich weiß, wovon ich rede, denn auch in der Industrie haben in der Regel nur die Besten eine Chance vorwärts zu kommen. Im Unterschied zu “DSDS” kommen die meisten nur noch nicht einmal zum “Singen”, sondern werden schon vorher ausgesiebt.
In allen Bereichen unserer Gesellschaft ob nun bei Bohlen oder “Wer wird Millionär” wird jedem suggeriert, dass er es schaffen könnte, aber die Mehrzahl schafft es eben nicht, wenn nicht mehr in Bildung investiert wird und das Bildungssystem nicht grundlegend verändert wird.
Wenn kein Abi oder Studium möglich ist, dann also Dokusoap, “DSDS” oder “Deal or no Deal”. Der Traum - vom Tellerwäscher zum Millionär - als einzige Chance im Überlebenskampf, wenn nichts mehr geht. Nicht Wissen ist Macht, sondern “Oben” ankommen, ganz gleich wie. Bohlen hat’s vorgemacht!
Klara
Broder verteidigt Bohlen, dem man heuchlerisch Zynismus vorwirft, der aber nur den Massengeschmack bedient und ausspricht, was jeder denkt, wenn er Talentlosigkeit auch als solche bezeichnet.
Wer zu Bohlen geht, weiß doch, was ihn dort erwartet und RTL tut doch nur das, was andere Sender auch tun, nämlich das neudeutsch so genannte “Prekariat” zu bedienen, nach dem Motto “Jeder hat eine Chance”.
Wer Hartz IV Empfänger ist und selbst gescheitert ist beim Kampf auf dem Arbeitsmarkt, aber eine Tochter oder einen Sohn hat, die glauben, sich bei “Deutschland sucht den Superstar” vorstellen zu müssen, der ergreift unter Umständen diese einmalige Chance, wie Broder sie bezeichnet: “entsprechend der Maxime von Herbert Achternbusch: “Du hast keine Chance, aber nutze sie.””
Nichts anderes passiert tagtäglich in vielen Sendungen im deutschen Fernsehen, sei es in Talkshows bei Vera, Ollie oder Britt mit Titeln wie “Ich bin schwanger, bist Du der Vater?” oder “Du lügst doch, dass sich die Balken biegen!”. Die Ärmsten der Armen legen alle Hemmschwellen ab und entblößen sich selbst, aber sie entblößen auch die Gesellschaft, die daran verdient, aber gleichzeitig so tut, als ginge es ihr wirklich darum, Bildungsnotstand zu bekämpfen.
Broder nennt “DSDS” “Survival of the fittest”. Dieses Prinzip wird in der Industrie genauso angewandt wie bei RTL. Ich weiß, wovon ich rede, denn auch in der Industrie haben in der Regel nur die Besten eine Chance vorwärts zu kommen. Im Unterschied zu “DSDS” kommen die meisten nur noch nicht einmal zum “Singen”, sondern werden schon vorher ausgesiebt.
In allen Bereichen unserer Gesellschaft ob nun bei Bohlen oder “Wer wird Millionär” wird jedem suggeriert, dass er es schaffen könnte, aber die Mehrzahl schafft es eben nicht, wenn nicht mehr in Bildung investiert wird und das Bildungssystem nicht grundlegend verändert wird.
Wenn kein Abi oder Studium möglich ist, dann also Dokusoap, “DSDS” oder “Deal or no Deal”. Der Traum - vom Tellerwäscher zum Millionär - als einzige Chance im Überlebenskampf, wenn nichts mehr geht. Nicht Wissen ist Macht, sondern “Oben” ankommen, ganz gleich wie. Bohlen hat’s vorgemacht!
Klara
Labels: Politik
Sonntag, 3. Februar 2008
Medienrückblick
Was hat mich in der letzten Zeit erfreut oder verärgert im Zeitungswald, dem Fernsehen oder Rundfunk. Ich möchte mit der Mitteilung in der Berliner Zeitung beginnen, dass Klaus Tolksdorf neuer Präsident des Bundesgerichtshofes geworden ist. Ja, das hat mich erfreut, denn mit ihm ist ausgerechnet jemand gekürt worden, der so gar nicht in die Landschaft passt, wie sie Monika Harms haben möchte. Er hat sich u.a. mit spektakulären Urteilen gegen Online-Durchsuchungen ohne gesetzliche Grundlage und gegen die Razzia gegen die Globalisierungsgegner vor dem Weltwirtschaftsgipfel durchgesetzt. Also hier hat es mal jemand aufgrund seiner Kompetenz geschafft und nicht wegen der höchstmöglichen Anpassungsfähigkeit. Vom Streifenpolizisten zum Vorsitzenden des Bundesgerichtshofes, das ist Demokratie pur.
Vor geraumer Zeit hat Frank Schirrmacher, wohl aus Mediengeilheit und Kratzbuckeln vor dem Hause Burda, Tom Cruise den Bambi wegen "Mut" verliehen. Doch dann passierte es, dass just zum unpassensten Zeitpunkt ein Buch in Deutschland erschien, dass Tom Cruise und Scientologie bloßstellt. Ein Video auf Youtube sorgte dann weiter für Publicity für das Buch, weil es eindeutig die verwerfliche Haltung von Cruise wiedergibt.
Nun hat Günter Jauch in Stern-TV sich auch mal wieder diesem Thema angenommen und Ursula Caberta, Hamburger Fachfrau zu Scientologie, Philipp Mattheis, einen jungen Journalisten, und einen Scientologie-Aussteiger, den Österreicher, Wilfried Handl, eingeladen. Caberta machte eindeutig klar, dass es sich bei der "Religionsgemeinschaft" um eine politische Organisation handelt. Es wurde aber auch deutlich, dass sowohl Journalisten als auch Aussteiger, d.h. also ein vormals Abhängiger, nicht klar genug formulieren, dass diese menschenverachtende Organisation verboten gehört. Vielleicht braucht es auch hier Herrn Tolksdorf.
Für mich ist es auch mehr als befremdlich, dass ein gestandener Mann wie Günter Jauch, darüber redet, als handele es sich um Grimms Märchen.
Was mich sehr freut, ist dieEntwicklung des Wahlkampfes in den USA.
I like Obama!!! Nicht weil ich glaube, dass es hier um einen Kampf Weiß gegen Schwarz geht, denn Obama wuchs ja auch in einer privilegierten Welt auf, aber ich denke einfach, dass die USA einen totalen Neuanfang brauchen, einen jungen Politiker, der noch nicht verschlissen ist.
Einflussreiche oder berühmte Leute in den USA wie die Kennedys, Tiger Woods, George Clooney oder nun auch die Los Angeles Times, die sich 36 Jahre zu den Kandidaten nicht geäußert hatte, geben nun Starthilfe für Obama.
Heute haben sich im ARD "Pressesclub" life aus den USA auch 3 der 4 Journalisten, die für deutsche Zeitschriften im Studio saßen, in der Voting-Prognose für Barack Obama ausgesprochen.
Hillary Clinton ist bestimmt gut, aber ihr steht aus meiner Sicht ihr Mann im Wege. Sie wird mit ihm nicht ihren eigenen Weg gehen können.
Für Deutschland ist es mit Obama bestimmt schwieriger als mit Clinton, aber ich denke, die Welt braucht Veränderung!
Schade ist nur, dass ich für Deutschland keinen "Obama" sehe, der diese Ausstrahlung, dieses Redetalent, diese Fähigkeit, Menschen zu begeistern, hat. Angela Merkel ist kein "Obama-Typ" und Kurt Beck würde es noch nicht mal etwas nützen, wenn er sich schwarz anmalen würde.
Klara
Labels: Politik
Montag, 10. September 2007
Eva Hermann=dumm, dümmer, saublöd!!!!
Das Eva Herman nicht gerade intelligent ist, war wohl hinreichend bekannt. Wer Bücher wie "Das Eva Prinzip" schreibt, kann das nur aus Dummheit oder aus "Geldnot" machen. Es gibt ja genug frei herum laufende Menschen, die glauben, sie müssten ihr Geld für jeden Tand ausgeben, und dann klingelt bei der Eva der Geldbeutel. Was sie sich aber bei der Vorstellung ihres neuen Machwerkes "Prinzip Arche Noah" geleistet hat, ist nicht mehr lustig, und man kann es auch nicht als Werbegag für ihr Buch ansehen. Mir scheint, die Eva hat nicht nur bei Ihren Männern nicht aufgepasst, sondern auch im Schulunterricht nicht. Aufatmend festgestellt, hat sie nur ein Kind, und dreist, wenn es ein Mutterkreuz heute noch gäbe, würde sie es nicht bekommen Adolf Hitler hätte, wie ARD und NDR gesagt: "Eva geh nach Hause, zeuge Kinder(bei Eva allerdings schon altersbedingt kaum noch möglich) und mache deinen Platz für einen Mann frei! Kochen wirst Du ja noch können!" Nun gibt es die Hitlers Gott sei Dank schon lange nicht mehr, aber immer noch "saudumme" Evas. Ich wünsche mir, dass eine junge, spritzige und intelligente Frau beim NDR , diese "Evas" schnell vergessen lässt und dass niemand das "Prinzip Arche Noah" zur Selbsthilfe braucht. Männer dieses Landes, lasst Euch nicht von solchen "Evas" einreden, dass Ihr "Weicheier" seit! Ein Mann, der Babys wickelt und unter Umständen mal eine Träne vergießt, wird auch von einer "starken Frau" gern in den Arm genommen, denn sie weiß, sie kann sich auf ihn verlassen. Klara |
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Dienstag, 31. Juli 2007
George W. Bush ist Spätzünder!
Da glaubt doch George W. Bush immer noch, er könnte den Kampf im Irak gewinnen. Der US-Präsident sagte im Zusammenhang mit dem Besuch von Gordon Brown: "Ich habe keine Zweifel, dass Gordon Brown versteht, dass ein Scheitern im Irak eine Katastrophe für die Sicherheit unserer beider Länder wäre.Dabei habe ich heute bereits in der Berliner Zeitung ein eindeutiges Indiz für sein Scheitern gefunden. Die Hilfsorganisation Oxfam berichtet, dass die Hauptleidtragenden die Kinder im Irak seien und ein Drittel von ihnen unterernährt sind. Vor dem Einmarsch der USA waren nur 19% der Kinder unterernährt und heute seien es bereits 28 %. Acht Millionen Menschen brauchen dringend Nahrung und Medikamente. Es droht eine humanitäre Katastrophe. Als Sieg kann Bush das wahrlich nicht bezeichnen, er sieht nur nicht richtig durch. Oder hat er vielleicht eine ganz andere Zielrichtung im Irak. Mal sehen, ob Gordon Brown dem "Pudel Blair" folgen wird und sich genauso unbeliebt bei seinen Landsleuten machen wird und zum "Dackel" wird. Gebe es Gott, dass ein nächster Präsident der USA dem unsäglichen Spiel ein Ende bereitet.
Klara
Klara
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Dienstag, 24. Juli 2007
Der Terror ist überall!
Ich lese im Normalfall die Berliner Zeitung. Als ehemalige Ostberlinerin mache ich das schon seit über 20 Jahren.
Manchmal gehe ich Einkaufen und wenn mir die Beine vom vielen Rumlaufen schmerzen, setze mich in ein Straßenkaffee und lese auch mal die Bild Zeitung. Diese Zeitung liest sich schnell weg und reicht für einen Latte Macciato. Man will ja schließlich auch mal darüber informiert sein, was sonst niemand offen zugibt zu lesen.
So auch gestern. Gestern hat es mir allerdings fast die Schuhe ausgezogen, was Hugo Müller-Vogg unter der Headline "Kampf gegen den Terror nicht aufgeben" so von sich gegeben hat.
Er meint doch allen Ernstes, dass man ein Schwächling sei, wenn man glaubt, man müsse sich nicht unbedingt in Afghanistan oder im Irak niedermetzeln lassen.
Er schreibt u.a.: "Gerade wir Deutsche sollten aus der Geschichte gelernt haben: Wer vor den Hitlers und Bin Ladens kuscht, der dient nicht dem Frieden der ermuntert zum Krieg."
Erstens: Wen meint er mit Hitlers? Hitler ist schon lange tot und so wie ich es aus dem Geschichtsunterricht in Erinnerung habe, hat Hitler andere Länder angegriffen, die sich dann zwangsweise auch gewehrt haben. Es hat niemand gebeten, dass Hitler in ihr Land einfällt.
Wenn mich jemand angreifen würde, würde ich mich natürlich auch wehren, denn der Wunsch nie eine Waffe gebrauchen zu müssen, Pazifist zu sein, hat schon manch einen das Leben gekostet. Auch im 2. Weltkrieg hat Pazifismus nichts genutzt.
Das heisst aber noch lange nicht, dass ich dafür sein muss, dass wir uns überall einmischen, wo Amerika glaubt, present sein zu müssen.
Die Russen haben das schon, als ich noch in der DDR lebte, versucht und sind kläglich gescheitert. Auch Experte Peter School-Latour ist wohl solch ein Schwächling, wenn er in einem Bild-Artikel meinte, dass ein Rückzug aus Afghanistan unvermeidlich ist.
Wenn uns Afghanistan, der Irak oder der Iran den Krieg erklärt, dann sollten wir uns wehren, aber erst dann.
Hat Georgi bisher im Irak etwas Positives bewirkt? Nein!!! Kein Iraker sieht die USA als Befreier. Es geht auch da nicht um Demokratie und Freiheit, sondern um pure Machtinteressen. Der Dollarkurs befindet sich im Sturzflug ebenso die Meinungsumfragen zu Bush.
Warum lassen wir Deutsche uns immer vor einen Karren spannen? Im Osten war es "die geliebte Sowjetunion" und im Westen sind es die USA.
Aus der Geschichte lernen, heißt für mich, meinen Verstand einschalten und mit gleichgesinnten Partnern reden, wie man sich am klügsten verhalten kann. Mit dem Säbel rasseln kann man immer noch!
Nach Herrn Müller-Vogg müsste ich jetzt mit einem Messer in der Tasche herumlaufen, denn es kann ja sein, dass ich morgen einem Terroristen gegenüber stehe. Ich ermuntere also ohne das Messer alle Terroristen mich anzugreifen! Mit Messer demonstriere ich meine Friedfertigkeit! Welch ein Schwachsinn!!
Warum ist Herr Müller-Vogg denn noch in seinem warmen Springer-Büro und nicht in Afghanistan? Er kann sich doch dorthin als Freiwilliger melden, "um dem Frieden zu dienen."
Franz Josef Wagner dagegen hat es mehr oder weniger gestern ausnahmsweise mal richtig interpretiert, wenn er meint, dass der getötete Bauingenieur ein Held sei, weil er nach Afghanistan gegangen ist, um seine Familie zu ernähren. Er wollte einfach nicht Hartz IV und hat dafür auch seinen möglichen Tod in Kauf genommen.
Armes Deutschland!!!
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Donnerstag, 5. Juli 2007
Was mich aufregt!
Ich kann es kaum glauben, dass man in Deutschland jetzt so tut, als müsste Tom Cruise zu Stauffenberg mutieren. Der Junge ist Schauspieler und er schauspielert halt. Hat sich Bruno Ganz als Hitlerdarsteller wie Hitler gefühlt?
Die Mitgliedschaft in dieser Sekte Scientologie ist nicht das Problem, sondern dass es überhaupt möglich ist, dass diese Sekte bei uns zugelassen ist, obgleich die Texte des Gründers Ron Hubbard(Gott hab ihn selig!) mehr als menschenverachtend sind. Weshalb regt man sich also auf, wenn alles verfassungsrechtlich o.k. ist?
Wenn der vorgesehene Film "Walküre" am Ende gelungen ist und an Originalschauplätzen gedreht wird, kann doch die persönliche Haltung von Cruise egal sein.
Wenn BILD-Reporter sogar Tom Cruise besuchen, ins NARCONON-Center fahren und nicht mitbekommen, was da abgeht, sage ich nur: "Armes Deutschland".
Das die Amis manchmal nicht ganz durchsehen, sieht man ja an "Georgi B."
Ich kann mich ganz gut daran erinnern, dass die ersten Bücher von Ron Hubbard nach der Wende auf meinem ostdeutschen Schreibtisch landeten. Wir waren eine in eine AG umgewandelte Brauerei und noch nicht "eingemeindet", aber Ron Hubbard witterte neue Macht. Mir haben ganze 3 Seiten des Machwerks gereicht, um das Werk in den Papierkorb zu befördern. Heisst also gesunder Menschenverstand reicht aus, um zu erkennen, was Sache ist.
Fragt sich also, wer verdient in Deutschland an der Sekte?
Klara
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